Donnerstag, 18. Dezember 2014

Dönerparanoia


Manchmal überlege ich, ob mein Kind irgendwann das letzte Prenzlkind sein wird, das Döner essen darf.

Heute sind wir in Weißensee. Langhansstraße. Im Langhans Grill. Berlin ist die Stadt, in der die Dönerbutzen gerne den Namen der Straße tragen, in der sie fritieren. Istanbul ist out. Bosporus auch. Antalya sowieso. Und mit Pascha oder Sultan ist in Genderland auch kein Pide mehr zu gewinnen. Hier in Berlin heißen die Butzen daher Corinth Grill. Schiller Grill. Prenzlauer Grill. Oder eben Langhans Grill. Und von dem habe ich eine semilustige Erinnerung an einen Paranoiaschub, von dem es mir unangenehm wäre, würde jemand außer dem Internet davon erfahren.

Ich habe früher einmal auf einer traurigen Bewertungsplattform, die sie Qype genannt haben, Orte bewertet und beschrieben - meist Restaurants. Damit habe ich nur angefangen, weil ich meine Lieblingssushibutze pushen wollte, die unverdientermaßen immer zu wenig Gäste hatte, was ich nicht fair fand und in heiliger Selbstüberschätzung dachte, dass sich das durch eine völlig überzogene Hymne von mir auf einem nachrangigen Bewertungsportal ändern würde. Haha. Noob.

Das war 2009. An Blogs war was mich betrifft noch gar nicht zu denken, wenn man von dem Stef aus dem Wedding absieht, dessen Blog ich irgendwann 2007 einmal als Browserlesezeichen am Arbeitsplatz im Borgwürfel gespeichert habe, weil ihn irgendwann mal eine Suchmaschine angespült hat und ich es lustig fand, dass einer aus meinem sympathischen unterprivilegierten Nachbarkiez sein ganzes Leben ins Netz schreibt.

Das Leben vom Stef habe ich verfolgt wie eine Soap. Morgens mit einem Becher Automatenkaffee in der Hand vor einem aus heutiger Sicht obszön kleinen Bildschirm. Etwas über ein Jahr lang wusste ich nicht, dass es noch mehr Blogs im Internet gibt und mein eigenes Leben ins Netz zu schreiben wie der Stef erschien mir noch Jahre später undenkbar.

Eine lustige Zeit. So unschuldig. Es waren die ersten Schritte eines Laufenlernenden, der entdeckt hat, dass man auf Portalen wie Qype ins Internet schreiben kann und andere das tatsächlich lesen, bewerten, Kommentare hinterlassen und natürlich trollen. Nach dem ersten Hasskommentar auf Qype hätte ich fast vor Schreck mein Profil gelöscht. Haha. Noob.

Einmal war ich krank. Doc-Holiday-krank. Wegen zu exzessiven Saufens am Vorabend im auch schon wieder hinfortgentrifizierten Frosch am Ostkreuz. "Guten Morgen, ich möchte mich krank melden, ja, Magen-Darm, geht ja rum gerade, jaja, steckense nich drin, ich bin untröstlich."

Wie Sie sehen teile ich mit vielen anderen Borgdrohnen ein Geheimnis: Manchmal habe ich keine Lust, den versoffenen Sack von Körper in seiner unterirdischen Verfassung in den Borgwürfel zum Robotten zu quälen, also snooze ich eine Weile unwillig vor mich hin und melde mich kurz darauf krank, obwohl ich gar nicht krank bin, sondern nur keinen Bock habe zu arbeiten.

Was das Kranksein betrifft, bin ich ein ganz normaler Arbeitnehmer. Ich bin nicht zu oft krank, um der Leistungsverweigerung verdächtig zu werden, aber auch nicht zu wenig, um für zu ehrgeizig gehalten zu werden. Wenn ich merke, dass ich mal wieder zu lange nicht krank war, gönne ich mir einige Tage, zu deren Beginn ich bei Doc Holiday (dem geilsten desillusionierten Hausarzt der Welt) mein routiniertes Schauspiel aufführen muss, um zu bekommen was ich will: "Aua, ja, da tut's weh, Magen bis runter zum Darm. Au. Geht ja rum gerade. Im Borgwürfel liegt die halbe Belegschaft flach, jaja, steckense nich..."

Ich bin so gut, dass er mir jedes Mal zwei Wochen auf Krankenschein anbietet, von denen ich jedoch nur eine Woche nehme, um meinen guten Willen und meine unerschütterliche Aufrichtigkeit zu demonstrieren. Außerdem sind alle meine Playstationspiele sowieso schon nach einer Woche durchgespielt und in der zweiten Woche müsste ich dann so etwas absurdes tun wie fernsehen. Oder mit Menschen reden, die mich nicht dafür bezahlen. Meine Güte.

Gegen akute Alkoholmissbrauchsübelkeit hilft mir neben kalten Pizzaresten aus dem Kühlschrank oder angetrockneten Spaghetti Bolognese von gestern auch sehr gut ein Döner. Ein Big Mac. Royal mit Käse. Irgendwas Fettiges. Ungesundes. Irgendeine Bestrafung für den Sausack von Körper, der den Exzess zu sehr liebt, um wirklich alt werden zu können.

Die Langhansbutze (und hier schließt sich der Kreis endlich) war eine der wenigen Dönerläden von Friedrichshain über Prenzlauer Berg bis Weißensee (meine hood, bitch), die ich bei Qype noch nicht bewertet hatte - ein weißer Fleck, der den Pedanten in meinem Hirn, der Dinge gerne abschließt, erheblich störte. Wann also testen und bewerten wenn nicht heute, an so einem schönen, so geschmeidig erschlichenen freien Tag.

Und es hat genau gepasst. Mein Dispo war in dem Monat gerade am Anschlag (bing, ein Buzzwort - und wieder im Raster hängen geblieben) und die Butze hatte gerade Eröffnungswoche und schmiss den Döner für Einsfuffzig auf den Markt. Also habe ich kurz nach elf Uhr mittags im Krankenstand einen mittelmäßigen Döner hintergeworfen, um meinen Magen zu stabilisieren, und der weiße Fleck war nun keiner mehr.


Ein paar Tage später überfiel mich Paranoia, die eine ganze Weile nicht mehr verschwand. So habe ich entgegen jeglicher Logik noch Wochen danach damit gerechnet, dass mich jemand im Borgwürfel anspricht: "Sagen Sie, Herr Stevenson, auf ein Wort: Sie haben doch neulich den Langhans-Grill bewertet. Aber an dem Tag waren Sie doch krank. Wie geht das zusammen? Erklären Sie sich bitte."

Ich habe mir sogar eine Ausrede zurecht gelegt: Dass ich den Döner in der Woche zuvor gegessen habe, aber im Krankenbett von Pfeilen durchbohrt und Kugeln durchsiebt unter Aufbietung der letzten Kräfte erst zum Bewerten kam.

Bekloppt. Denn natürlich ist nichts passiert.

Haha.

Noob.

Heute bin ich weiser, weil Menschen ja immer bis zu dem Punkt weiser werden, an dem es wieder abwärts geht und sie wieder dümmer werden. Nein, natürlich ist nichts passiert, denn der Borgwürfel überwacht meine privaten Internetaktivitäten nicht. Das kann der auch gar nicht, das kriegen die ungefickten Club Mate-Schlümpfe von unserer immer noch nicht outgesourceten IT gar nicht hin. Dafür hätten sie ja Qype hacken müssen, um über meinen Sinnlosbenutzernamen an meine Wegwerfmailadresse zu kommen, die eine Weiterleitung an meine richtige Mailadresse hat. Oder sie hätten meine IP abfischen müssen, die sie dann irgendwie mit meinem Festnetzanschluss in Verbindung hätten bringen müssen. Nix. Iwo. Der Borgwürfel doch nicht. Das war völlig sinnfreie Paranoia in die völlig falsche Richtung, denn meine Überwachung besorgt die NSA, weiß ich jetzt ein paar Jahre später. Knapp danebengegriffen, Paranoia-Joe. Statt Borgwürfel die NSA. Ich hätte es mir nicht ausmalen können. Die NSA wüsste also, wenn sie wöllte, dass ich an diesem Tag im Februar 2010 blaugemacht habe. Für so viel Aluhut hätte damals die ganze Alufolie von Pfennigland nicht gereicht. Haha. Noob.

In der Rückschau finde ich das witzig. Hallo Chef, nur zur Info: Doc Holiday wird mich morgen wieder krankschreiben. Ich muss die neue Pizzabutze bewerten, die unten bei uns im Haus aufgemacht hat. Prioritäten. Sie wissen schon. Ich bin untröstlich. Ich sag's Ihnen lieber jetzt, bevor Sie es von der NSA erfahren. Hab' doch nix zu verbergen, gnarf gnarf.



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Fun Fact: Das Blog hier sollte eigentlich mal ein reines Restaurantkritikblog werden, nachdem Qype plattgemacht wurde und ich mein Licht dort ausgemacht habe. Bloß nix Gesellschaftliches, auf keinen Fall Privates, nur Restaurants, maximal noch mit Rezepten ab und zu, ein bisschen was rund ums Kochen, Essen und Essen gehen. So war der Plan. Knapp vorbei würde ich sagen.

Bei der Gelegenheit ein kleiner Jahresendgruß aus der Küche an die alten Qyper, die den evolutionären Sprung von Internetplattformbewertern zu Bloggern geschafft haben:


Kraska

Stroheim

tikerscherk

Thorgefährlich

Cinnemonia

Handkäsfan

Limoncina

TamaraJott

Eichi

Kurbjuhn

John Doe

Vilmoskörte

Konnie Neukölln

und alle anderen, die ich nicht mehr zusammenbekomme. Zeit rast und Hirn wie Sieb, aber immerhin reicht es noch dafür, bei einigen von euch mitzulesen. 

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Das fatalistische Kind



(Auftritt Kind)

"Papaaaa warum tut dein Rücken weh?"

"Papa wird alt."

"Papa, wenn du alt bist musst du bald sterben."

(Kind ab)


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Weil es so schön passt: tikerscherk hat eine neue fein kuratierte Linkliste erstellt, die zum Ende hin recht todeslastig wird: Die Welten der Anderen (4). Wenn Sie nicht mit der Tatsache zurecht kommen, dass auch Sie sterben werden, dann klicken Sie besser nicht. 

Sonntag, 14. Dezember 2014

Lass mal netzwerken - Links vom 14. Dezember 2014


Ich hatte ursprünglich vor, meine Blogroll konsequent auf zehn Einträge zu begrenzen, da mich ausufernde Blogrolls eher abstoßen als anfixen, und wollte eigentlich neue Blogs immer nur dann aufnehmen, wenn einer der dort gelisteten verwaist und damit seinen Platz räumt. Selbstbeschränkung statt Maßlosigkeit. Irgendwie.

Das ließ sich nicht durchhalten. An folgenden Blogs komme ich nicht mehr vorbei, da sie wirklich dauerhaft Ausgezeichnetes bringen, ich mich auf jeden neuen Text freue und es mir unangenehm wäre, sie hier nicht fest gelistet zu wissen:

Candy Bukowski
die Schrottpresse
Kiezschreiber
Studio Glumm
Zurück in Berlin

Falls Sie sich wundern, dass in der Blogroll nach wie vor nur "kleinere" Blogs verzeichnet sind und nicht die Super-Promis mit Mega-Reichweite, die sowieso schon überall verlinkt werden: Das ist Absicht.

Ein paar schöne Links darüber hinaus habe ich auch noch. Read this:

Ansichten aus dem MillionendorfGeht scheißen, Ihr braunen Arschlöcher und besorgten Mitläufer!
Positionieren? Aber ja doch.

digital diaryFormulare übersetzen für Flüchtlinge und Migranten – ich bitte Euch um eine Spende!
Etwas Sinnvolles tun? Auf jeden Fall. Claudias ehrenamtliches Projekt geht in die nächste Runde. Ich habe es letztes Jahr unterstützt und tue es dieses Jahr wieder.

Chris Kurbjuhns NetzeckeDas Schweigen im abgeholzten Walde
Egal zu welchem Thema: Die Menschen wollen ernsthafte Debatten und keine ritualisierten Scheingefechte, die die Regierung und ihre angeschlossenen Funk- und Printhäuser als Ersatzdroge anbieten.
Das Medienbashing, das sich quer durch die Gesellschaft zieht und eben nicht bloß die Domäne einiger rechter Kasper oder bezahlter Kremltrolle ist (wie gerne totschlagargumentiert wird), hat Ursachen und die werden durch Leugnen, Nebelkerzenwerfen und Totstellen nicht verschwinden.

PerspektiefePhilosophen in der Kneipe
Ja, es braucht Debatten. Platon und Popper diskutieren über Pegida.

Berliner Zeitung"Freies Neukölln" feiert Abschied
Die Dinge enden. Eines nach dem anderen. Together we stand, divided we fall. Lesenswert auch die Hintergründe: "Das ist nicht mehr mein Berlin".

BlogrebellenBlu Mural in Kreuzberg übermalt
Die Dinge enden. Doch ich kann den Künstler verstehen. Besser das Werk übermalen als es dem Investor als Gimmick zur Wertsteigerung zu überlassen. Gentrifizierungskritik durch Dekonstruktion. Auch wieder Kunst.

Fakten? Fakten:

Gentrification BlogBerlin: Sozialer Wohnungsbau – „Der Austausch der Bewohnerschaft ist in vollem Gange“
Meine Stadt kippt.

sunflower22aSitzplätzchen
Ich unterschreibe jeden Satz. Jede ausgefallene Geschäftsreise mit Bahn oder Flieger ist ein Gewinn an Lebensqualität. Jeder Aufenthalt auf heruntergewirtschafteten oder zu Warenhäusern prostituierten Bahnhöfen oder auf fürchterlichen Flughäfen mit ihren hyperparanoiden Sicherheitschecks reduziert diese Lebensqualität erheblich. Ich hasse Fliegen und bin gerade dabei, auch das Bahnfahren hassen zu lernen, das ich früher einmal geliebt habe.
Im ICE von Frankfurt nach Berlin komme ich mir inzwischen öfter mal vor wie im Viehwaggon. Und die armen Säue ohne Sitzplatzreservierung stehen jedes Mal locker bis Braunschweig in den Gängen herum und verdunkeln mir die Sicht auf den aufgrund des chronisch miesen WLANs ruckelnden Stream auf dem Tablet.

Martin CompartMusik: Quakes
Die Mutter der Idioten ist immer schwanger. Will sagen: Die Verblödung ist nicht aufzuhalten. Und sie ist unumkehrbar. Ein Jammer.

Das Manifest des ErbrechensBart mit Besteck
Oh. Matla ist wieder da. Und in Hochform.

Das HerrenzimmerKamagurka - How to become a german
Hommage an einen Künstler, der völlig zu Unrecht nie den richtigen Durchbruch geschafft hat. Er stellt jetzt aus. In Frankfurt. Mist. Also wieder Air Berlin. Oder ICE. Pest oder Ebola. Make your choice.

Netz 10Wetten, dass das letzte WettenDass? aus Nürnberg das letzte ist?
Diese WettenDass-Sendung ist wie eine Ex-Freundin, die noch ein letztes Mal (in Begleitung eines “guten Freundes”) in die gemeinsame Wohnung kommt, um die vergessene Zahnbürste aus dem Bad abzuholen und die nach 10-minütiger Suche noch schnell ihren Lieblingsschlüpper hinter der Matratze hervorzieht.

Vilmoskörtes BlogVerfehlte Begrünung – eine Moabiter Dorfposse
Vilmoskörte leidet schön an einer Straße in Moabit.

Kleine Meise - großes HerzPottspot: Deusenberg
Fördertürme verlinke ich aus Prinzip, diese letzten Reste Schimanskis: „Der Pott der heißt jetzt iPod, die Kohlenzechen sind jetzt Funparks“

So. Ich habe gebacken. Und zwar das da:

kochlie.beHerz-hafte Rosmarin-Cracker
Verdammt einfach, verdammt gut. Nur bei mir waren es keine Herzchen, sondern Pentagramme ... also Sterne.

Zuletzt noch ein Hauptgericht. Und es hat eine Whiskysoße! Eat this:

CookieaddictRinderfilet in wunderbar cremiger Sauce mit Whisky und Sahne

Freitag, 12. Dezember 2014

Zucker und Fett in Potemkins Kiez


I'm just as fucked up as they say
I can't fake the daytime

Found an entrance to escape into the dark
Metric - Artificial Nocturne



Vormittags in Schnösel City. Wenn Sie nicht ab und zu mal mit den Soziopathen der Entscheiderebene aus dem Borgwürfel essen gehen, Geburtstag feiern oder in der Teeküche auf eine Tasse widerlichsten Automatenkaffee zusammenstehen und schier unerträgliche Nichtigkeiten in die abgestandene Luft blasen, separieren Sie sich zuverlässig aus der Zweck-/Not-/Blut-/Schweiß- und Elendsgemeinschaft der Arbeitsstätte, die krampfhaft versucht so zu tun, als würden sich alle mögen, um die Tatsache zu verschleiern, dass alle miteinander bis aufs Messer konkurrieren und sich dieses Messer gern mit einem Ursula-von-der-Leyen-Jokergrinsen gegenseitig von hinten zwischen die Rippen rammen. Es ist eine Illusion von Team - aufrechterhalten vom Kontoauszug und dem Gerippe althergebrachter Konventionen.

Und es ist ein Balanceakt. Sie müssen versuchen, auf der Dorfkirmes der blasierten Eitelkeiten Ihre Würde zu behalten ohne in den Augen derer, die Sie beäugen, bewerten und auf einen Fehler warten, wie ein unsicherer Kantonist zu wirken, der das Spiel durchschaut hat und es boykottiert. Denn boykottieren geht nicht. Dann sind Sie raus. Und wer raus ist, den frisst die Meute. Und ewig grüßt München. Oder Frankfurt. Oder das Jobcenter. Was? Wirklich? Sie hören Ende des Monats auf? Oh, das ist aber schade.

Weint das Krokodil dann. Und freut sich auf die Nachfolge.

Daher gilt: Spielen Sie mit. Spielen Sie besser. Und dazu gehört leider auch diese elende Kuchenfresserei zu Jubiläen, Hochzeiten, Karrieresprüngen oder Geburten neuer Bratzen im Haushalt irgendeines Vorstands und das freudestrahlende Gratulieren zu irgendeinem Umstand, der Sie in Wirklichkeit kein Stück interessiert.

Diese Networking genannte Heuchelolympiade, die Loriot zu Tränen gerührt hätte, führt gelegentlich auch zu gemeinsamen Besuchen in seltsamen Cafés.

Und zum Essen von Cupcakes.

Cupcakes.

Ja, Zucker und Fett, natürlich ist das Zucker und Fett, das sind Cupcakes. Menschen wie die prenzlauerbergesken Brokkoligesichter, die heute neben mir sitzen und sich hier in diesem Cupcake-Laden über Zucker und Fett aufregen, sind die gleichen, die in einen Schnitzelladen gehen und sich beschweren, dass es dort nichts vegetarisches gibt. Wahrscheinlich gehen die auch in einen Puff und beschweren sich, dass sie dort auf Titten schauen müssen. Und gehen direkt danach in eine Gay-Bar und beschweren sich, dass es dort keine Titten sondern nur Schwänze gibt. Ein Irrenhaus. Und heute ist wieder Freigang. Nur ohne die Patientenbetreuer mit der schicken Jacke mit den Schnallen.

Cupcakes. Irgendwer feiert irgendwas, das ich schon zwei Sekunden nach der Ankündigung im unsäglichen Mailverteiler "Borgwürfel Europa Nordost" vergessen habe, aber zu dem ich trotzdem formvollendet gratulieren werde. Also geht es nach dem Meeting direkt in den Simon-Dach-Kiez. My favourite. Überall schon mittags vom billigen Wodka besoffene Kinder mit lächerlichen Dschihadbärtchen aus dem Westen und Süden des Kontinents, die diese Gegend hier für das echte Berlin halten, dabei sind sie streng genommen zuhause. Unter sich. Oder in Disneyland. Einem potemkinschen Dorf. Simon-Dach-Kiez eben. This is not real.


Diese Diabeteskandidaten von Kaffeetratschen aus dem Borgwürfel, deren Lästermäuler ein physikalisches Wunder sind, weil sie selbst während des Essens keine Sekunde damit aufhören können, stakkatoartige Wortlawinen mit schmerzhafter Betonung auf dem Satzende in den wundgequasselten Raum zu ejakulieren, holen sich monatlich eine Ladung Herzkranzverengung aus einem dieser superhippen Cupcakeläden - im Wechsel mit kunterbunten Dunkin Donuts und der Mousse-au-Chocolate-Torte aus der Kühltruhe von Kaisers.

Ich nicht. Ganz selten esse ich das und auch nur, wenn ich muss, dann ess' ich so einen fiesen Cupcake, der mich völlig aus der Bahn wirft, denn er besteht natürlich aus: Fett und Zucker, was mich hernach für Stunden aufdreht wie ein Duracell-Häschen auf Speed, das immer wieder mit klappernden Zimbeln gegen eine Wand läuft, auf die Fresse fliegt, wieder aufsteht, nur um wieder mit den Zimbeln gegen die Wand zu laufen. Energieoverload. Tilt Tilt. Fett und Zucker. Und irgendwelche Färbemittel. Nein, kein Bio, keine besungenen Löwenzahnblätter und auch keine von gehandicapten Waldorfschülern mit den Füßen gerollten Malzkekse mit handgepresstem Sellerieöl. Nein, auch kein Dinkel. Hafer auch nicht. Nein. Hier nicht. Bitte gehen Sie weiter. Hier nur Zucker. Mit Fett.


Und natürlich sauf' ich fritz-limo dazu, wenn dann richtig, denn hier gibt es die gesamte Hipsterpalette, irgendwelche handgerührten Limonaden mit komischen 60er-Jahre-Namen, BioZischZeug und natürlich Tote-Piratenpartei-Mate-Gesöff in mehreren absurden Variationen.

Cupcakes. Hängengebliebene Studenten verkaufen fiese Antinahrung, bei deren Anblick sich jeder Zahnarzt sofort die Pulsadern aufschneiden würde und die sich sofort an Hüfte, Wampe, Truthahnkinn oder Oberschenkeln anhaftet wie ein verloren gegangenes Stück Metall an einen T 1000. Geht nie wieder ab sowas.

Festgetackert an der Hüfte
Aus der Form, vom Fett gebannt.
Heute muss die Wampe wachsen.
Frisch Gesellen, seid zur Hand.

Ja, heute Lyrik gefrühstückt, Gedicht am Freitag, das war der Cupcake, der macht übermütig, einer, einer nur, weil zwei von den Teilen zu Dingen führen, die ich nicht haben will: Schweißausbruch, Hypertonie, sofortige Arterienverengung, Herzstillstand, Exitus, Organentnahme, Krematorium. Natürlich. So viel Zucker kann kein Organismus verarbeiten (okay, gut, außer der meines Kindes vielleicht).

Wop Wop. Bis bald wieder. Irgendwer feiert dann wieder irgendwas, das niemanden juckt, und dann gibt es Kuchen. Oder Cupcakes. Hurra.


Mittwoch, 10. Dezember 2014

App in die Wortspielhölle


Das hier gehört zu den Wortspielen, die ich nicht mehr lesen mag. Überdrüssig. Sattgeworben. Wundgescheuert. Totgeritten. Und damit wir es endlich hinter uns haben, bringe ich hier vorausgreifend alle supertollen Kombinationen mit dem supertollen Buzzwort APP für verschiedenste Sparten, auf dass ich sie nie wieder irgendwo lesen muss:

Sport

Und APPpfiff. Der VfB Stuttgart ist APPgestiegen!

Bildzeitung

Dieser Verbrecher/Unfallverursacher/Linksparteipolitiker (für ein unverpixeltes APPbild klicken Sie bitte hier) ist APPnorm und vollkommen APPartiger APPschaum!

Redensarten

APPwarten und Tee trinken.

Hessen

Isch hädd gennä än Bembel APPlwoi onnä Worscht.

Film

APPocalypse now - APPsolut APPgefahrener Antikriegsfilm.

Oktoberfest

OzAPPft is'!

Kermit

APPlaus APPlaus APPlaus!!!

Politik

APPgeordnete immer dreister am APPzocken.

90er

Was geht APP, Alter? Ich bin voll APP to date, Digger.

Deutsche Bahn

Die APPfahrt verzögert sich um wenige Stunden. Die APPteile 43 bis 50 werden in OsnAPPrück vom Zug APPgehängt und fahren als InterRegio 7020 weiter nach APPeldoorn.

Schnösel

APPerol Royal zum APPeritif, Frau Gräfin?

Porno

APPrupt APPspritzen nach der APPiturfeier.

Pete Doherty

Wieder ein APPsturz mit APPsinth, Koks und APPern.

Bestattungswesen

Einfach bequem APPnippeln und dann APP auf die APPraumhalde.

WG-gesucht.de

Halt die KlAPPe und mach den APPwasch du WaschlAPPen.

Märchen

R-APPunzel lass deinen Zopf herunter.

Winnetou

Häuptling der APPachen.

Rock'n Blues

DJ spiel' ma' was von Eric ClAPPton. Oder Frank Z-APPa.

Gesundheit

Herr Doktor wie schlimm ist es? Ach pAPPerlapAPP. Sie haben nur einen APPszess. Das schneid' ich einfach APP.

Kneipe

Ick trink' noch 'nen APPsacker und dann die APPrechnung bitte. Oh, bin APPgebrannt. Kann ick APPstottern?

Lustlosigkeit

Ick hAPP keen Bock.

Helge

Ich bin der Telefonmann
ich gehe immer dran
ich bin immer parat
am TelefonAPParat.
Er wär' der Telefonmann.
Ich nehme immer APP,
von 60 auf 55 Kilo

Comedy

Ingo APPelt hatte früher auch mehr Sex APPeal.

Käseaversion

Ich habe keinen APPetitt auf APPenzeller.

Obszön meets Oldfashioned

Ich muss mal APPkacken auf dem APPort.

Hitler

Scheiß APPeasement. KlAPPt nicht.

Sarrazin

Deutschland schafft sich APP


So, ick geh' mir jetzt den Arsch APPputzen und dann flockig auf die Couch zum APPlegen Ihr APPgegriffenen APPgefuckten WerbeklAPPspaten. Oh mein Hirn...


Montag, 8. Dezember 2014

Dass ich gehe, steht fest


Die freundliche Friederike hat mir die Gelegenheit gegeben, einen Gastartikel auf ihrem Blog zu veröffentlichen:

Dass ich gehe, steht fest

Das Thema sollte eigentlich das Verhältnis Großstadt/Provinz sein, das eines der Kernthemen von Friedrike ist, die aus Berlin stammt und nun im Odenwald wohnt. Als ich mit dem Schreiben fertig war, stellte ich fest, dass ich das Thema konsequent verfehlt habe.

Sie hat ihn trotzdem genommen. Viel Spaß.


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(Ich werde den Text erst in ein paar Wochen der Vollständigkeit halber an diese Stelle kopieren, denn ich finde es beknackt, wenn Blogger ihre angeblichen Gastartikel zeitgleich auch auf ihrem eigenen Blog veröffentlichen, damit ja kein Leser woanders fremdliest.)


Sonntag, 7. Dezember 2014

Samstag, 6. Dezember 2014

Lass mal netzwerken - Links vom 6. Dezember 2014


Nikolausi. Ein Stiefel voller Schoko-Bons bringt mein Kind zum Ausflippen am frühen Morgen. Und für Sie gibt es Links. Read this:

extra3 BlogSag mal, E.ON...
Manchmal träume ich von ... Teer ... und Federn ... und von Eisenbahnschienen, auf denen Menschen, die es übertrieben haben, zur Stadt hinausgetragen werden.

Candy BukowskiUnd weit und breit, kein Tannenwald
Candy zu Weihnachten aus der alten, freien Stadt, die gerne makellos und weltoffen wäre.

GenussgierStadtführung: Düsseldorf aus der Sicht von Obdachlosen
.

KiezschreiberTrinker und Trinker
Was gerne ausgeblendet wird: Die Dinge haben immer eine Ursache. Gerade beim Saufen.

Friedrichshain-BlogModernisierung bringt nichts! Ein anschauliches Beispiel
Verarsche.

Netz 10Whatsapp-Mütter mit Kinderwagen
Manche Kinderwagen hier im Bezirk sehen inzwischen aus wie Spaceshuttles. Und kosten wahrscheinlich auch fast so viel.

TrotzendorffDer Duft von Cool Water und Lederpeitsche
Keine Sorge. Jedem Biedermeier folgt zwangsläufig das Chaos. Die Kinder von uns Couchbewohnern werden uns den Arsch aufreißen, weil wir so bräsig sind, dass sie ersticken.

ZwetschgenmannMänner, die auf Waren starren ...
Harald...

Ah, sieh an, es ist Glühweinzeit und da stehen sie wieder mit ihren Zipfelmützen und kippen sich gezuckertes Frostschutzmittel in die Speiseröhre. Zwei schöne Statements dazu:

Draußen nur KännchenDas Glühwein-Paradoxon

Genuss ist NotwehrGlühwein: Warum nicht gleich Motoröl?

Lach doch mal wieder:

grafikpolizeiNeulich in Liberia
:)

Egon ForeverMachen wir uns nichts vor
:)

Und kurz vor Schluss noch ein Förderturm. Ich mag Fördertürme.

kleine Meise - großes HerzPottspot: Zeche Gneisenau (+ Halde)

Und eines der besten Foodblogs, die ich kenne, hat einen Klassiker am Start:

Nur das gute ZeugsZwiebelrostbraten. Einfach zusammengebaut


Donnerstag, 4. Dezember 2014

Zrrrrrrrckblabrmpf!


Sie sehen eine typische Szene in der Berliner S-Bahn morgens um acht zum Berufsverkehr. Vorausgesetzt natürlich, dass Sie noch reinkommen, denn die Bahnen sind voll bis nichts mehr geht. Gäbe es Gepäckfächer, könnte man die Menschen auch noch dort reinstapeln, aber die gibt es ja nicht.

Na? Haben Sie sich auf dem Bahnsteig ausgerechnet so positioniert, dass Sie genau zwischen zwei Wagen stehen wenn der Zug hält? Und jetzt bildet sich die Menschentraube des Todes an der nächsten Tür, von der Sie wieder viel zu weit entfernt sind? Warten Sie doch auf den nächsten Zug. 8:10. 8:20. Ist doch egal wann Sie zur Arbeit kommen. Haben Sie schon Ihr Abo für nächstes Jahr verlängert? Wieso fahren Sie eigentlich immer noch kein Auto?

Oder anders: Sie sind bereits in der Bahn, haben aber vergessen, sich strategisch günstig an der Tür zu positionieren und stehen jetzt irgendwo im Gang eingekeilt zwischen einem Lichtenberger Gerüstbauer und einem Prenzlpapa mit vor die Brust geschnalltem Brüllwürfel während draußen die Station erscheint, an der Ihre Arbeitsstelle liegt? Ach kommen Sie, fahren Sie doch noch ein Stückchen mit uns mit, jetzt wo wir alle so kuschelig beieinander stehen und uns gegenseitig wärmen. Schauen Sie, gleich geht es weiter. Da, Oranienburger Straße. Gleich kommt Friedrichstraße. Schön, nicht? Viel besser als arbeiten, finden Sie nicht auch? Spaß beiseite: Versuchen Sie an der Station Yorckstraße aus dieser Geisterbahn rauszukommen und zurück in die Gegenrichtung zu fahren, das könnte klappen. Krallen Sie sich dabei auf jeden Fall an der Tür fest und lassen sich nicht wieder in den Gang schieben. Sonst wiederholen Sie das Spiel eine halbe Stunde später in Schönholz.

Hey, jetzt schauen Sie nicht so verkniffen, Berlin kann nichts, wussten Sie das nicht bereits als Sie hergezogen sind? Berlin kann nichts, das muss man wissen, wenn man hier wohnt. Nur dieses Wissen erzeugt diesen sagenhaften Gleichmut, der verhindert, dass sich der Fahrgastpöbel in blinder Raserei gegenseitig auf die Gleise wirft und die letzten auf den Bahnsteigen verbliebenen Abfertiger an den maroden Signalmasten aufknüpft. Berlin kann nichts, deswegen kann Berlin auch keine S-Bahn und deswegen funktioniert die S-Bahn auch nicht. Einfache Kausalkette. So ist das. Und das ist jetzt auch Ihre Stadt. Ballyho.

Und ob ich das noch toppen kann: Wegen des großen Erfolgs verlängern wir das Trauerspiel bis 2023.

Und weil wir hier in Berlin noch viel weniger können als sowieso schon, haben wir die von uns im Senat durchgedrückte Ausschreibung so lange vergurkt bis nur noch einer übrig war und es ist der, der es immer ist: Die Deutsche Bahn. Konfetti für alle!

Ist das nicht toll? Wir tun nicht einmal mehr so als würden wir irgendetwas an der Situation ändern wollen, sondern spielen ein bisschen blöd rum, werfen ein paar Nebelkerzen, kreisen um uns selbst und lassen zuletzt einfach alles wie es ist. Soll der Pöbel doch an der Bahnsteigkante frieren. Oder Kuchen essen. Ballyho!

Was? Verantwortliche? Die gibt es nicht, die gibt es nie, wissen Sie doch. Irgendwer hat irgendwas beschlossen, was dazu geführt hat, dass eines der wichtigsten Verkehrsmittel der Stadt nicht mehr funktioniert, aber das lässt sich jetzt nicht mehr rekonstruieren, bedaure, Sie können niemanden mehr verantwortlich machen, weil niemand mehr Verantwortung übernimmt. Wowereit? Der kann doch nix dafür, der wusste das alles doch gar nicht. Und selbst wenn: Soll der etwa neue Züge zusammenbauen? Hallo? Sehen Sie, na also. Was? Müller? Der Verkehrssenator und künftige Regent? Was bitte hat der jetzt damit zu tun? Soll sich der etwa ins Führerhaus setzen? Als Senator? Hallo? Na also, sehen Sie. Was? Die Deutsche Bahn? Das ist doch ein Konzern, da gibt es grundsätzlich keine Verantwortlichen für gar nichts, meine Güte, Sie sind aber auch stinkend naiv. Bally... was?

23 - 74 - 90 - 2110. Hoffen Sie noch auf Fortschritt, auf ein Happy End dort an Ihrer Bahnsteigkante, Sie trauriger Clown? Hören Sie auf damit, denn das Idiotenspiel wird immer so weiter gehen. Zu wenige Fahrzeuge. Zu kurze Fahrzeuge. Zu alte Fahrzeuge. Zu kaputte Fahrzeuge. Und immer zu wenig Personal. Sparen bis es quietscht. Zugschaden. Weichenstörung. Signalstörung. Feuerwehreinsatz. SEV SEV Olé. Und in der Leitstelle sitzt ein dressierter Orang Utan, der mit einem Rouletterad und einer Kugel immer wieder neue Ausreden auf den schicken neuen Digitalanzeigern erscheinen lässt, warum wieder irgendwas nicht funktioniert oder irgendwas kaputt ist und ausfällt, auf dem Ring, auf der Stadtbahn, im Nord-Süd-Tunnel. Abwechslung muss sein. Immer nur Verzögerungen im Betriebsablauf ist doch langweilig. Und überhaupt: Leider muss die S2 nach Blankenfelde entfallen. Es befindet sich ein dreiköpfiger Affe hinter dem Zug im Gleisbett. Die nächste S-Bahn der Linie 2 kommt in 30 Minuten. Wir bitten um Verständnis. Da hinten am Humboldthain ist ein Puff. Gehen Sie ficken. Ballyho deine Mudder.

Tokio. Metro. Zusammengequetschte Menschen auf engem Raum. Zu solchen Zuständen wollen wir nicht hin, denn die haben wir schon, morgens um acht im Berufsverkehr. Ostkreuz. Friedrichstraße. Alexanderplatz. Da geht noch was. Bald stellen wir auch hier in Berlin Langzeitarbeitslose als Drücker ein, die drücken euch in die verdammten Wagen bis ihr quiekt. Nur so bekommen wir noch mehr Menschen auf noch weniger Raum untergebracht. Sparzwang. Weniger Raum, weniger Fahrzeuge, dafür bezahlen Sie jedes Jahr ein wenig mehr für Ihre Tickets. Haha. So doof wie Sie möchte ich nie werden.

Ich lebe in einer Schlumpfstadt. Hier geht gar nichts. Seit Jahren kuschele ich mich im Berufsverkehr in Achselhöhlen, ertrage den Maulgünther der ewigen Biersäufer zehn Zentimeter vor meiner Nase und nehme die Radfahrer hin, die sich und ihre Fußgängermähmaschine ums Verrecken noch mit in die kackevolle Bahn quetschen müssen. In dieser Schlumpfstadt geht nichts und schon gar nicht etwas voran. Die Deutsche Bahn bleibt Betreiber der Berliner S-Bahn. So viel steht fest. Bombenfest. Hooray. The bungle continues. Praise the Schlumpf.

Zrrrrrrrckblabrmpf! brüllt es aus den Lautsprechern. Zurückbleiben soll das heißen, was sowieso keiner versteht, der nicht sowieso hier lebt und diesen Witz goutieren kann. Zrrrrrrrckblabrmpf! Very nice, Buddybär. Die Bahn ist voll. Ich kann eh nicht mehr rein. Die nächste Bahn kommt in zehn Minuten. Zrrrrrrrckblabrmpf! Ich muss zurückbleiben. Feine und absolut unbeabsichtigte Ironie. Und mehr als feine Ironie bleibt auch nicht mehr, wenn der Eiswind in den Kragen pfeift und die Bahn, mit der Sie pünktlich zur Arbeit gekommen wären, langsam aus Ihrem Sichtfeld verschwindet.